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14.01.2020, 15:00 Uhr | Speyer Kurier/Franz Gabath Übersicht | Drucken
Neujahrsempfang in der Wahagnieshalle Böhl-Iggelheim

12.01.2020

Böhl-Iggelheim. Gut besucht war auch dieses Jahr der Neujahrsempfang der Gemeinde Böhl-Iggelheim. In der „guten Stube“ von Böhl-Iggelheim, der Wahagnieshalle konnte Bürgermeister Peter Christ(CDU) eine große Zahl Bürgerinnen und Bürgern, Vertreter der Vereine und der Kirchen begrüßen. Wie schon seit Jahren war die Reihe der Gäste aus Landes- und Kommunalpolitik sehr lang. Hier sei als Synonym der aus Böhl-Iggelheim stammende Landtagsabgeordnete der CDU, Johannes Zehfuß, zu nennen. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem, in Böhl-Iggelheim beheimateten, ehemaligen Oberbürgermeister von Hockenheim, Dieter Gummer, der bei einem Überfall schwer verletzt wurde. „Eine besondere Freude, dich hier zu sehen“ betonte Peter Christ mit Nachdruck. Der Neujahrsempfang der Gemeinde Böhl-Iggelheim übt ob seines bunten, unterhaltsamen Programms, einen besonderen Reiz aus – ist ein Anziehungspunkt eben. Besonders erfreulich bezeichnete Peter Christ die Anwesenheit einer Delegation aus der Partnergemeinde Wahagnies aus Frankreich. Bürgermeister Monsieur Alain Bos mit seiner Gattin führten die Delegation, die auch dieses Jahr den weiten Weg nicht gescheut hatte, an. Ein Zeichen der Verbundenheit beider Gemeinden aus der Pfalz und dem Norden von Frankreich. Persönlich begrüßt wurden die Gäste von Bürgermeister Peter Christ, seiner liebenswerten Gattin sowie Schornsteinfegermeister Claus mit seinem Sohn Tim. Jeder Besucherin und jedem Besucher wurde ein kleines süßes Präsent überreicht. Der Rückblick und Ausblick des Bürgermeisters umfasste die reichlich vorhandenen örtlichen Fragen. Peter Christ betonte, dass ihm auch beim Neujahrsempfang viel daran liege, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Das Jahr 2019 war für Böhl-Iggelheim ein Jubiläumsjahr. 50 Jahre sind vergangen, seit die beiden Orte Böhl und Iggelheim sich zusammen geschlossen haben. Das Jubiläumswochenende war ein voller Erfolg. Die Kommunalwahl ergab eine neue Zusammensetzung des Gemeinderates. Die örtliche Lage war von verschiedenen Baumaßnahmen geprägt. Die Straßenerneuerungen wurden und werden nach Plan fortgesetzt. Die Goldböhlstraße in Iggelheim steht vor der Fertigstellung. Die Feldwiesenstraße wird ebenfalls saniert. In 2020 wird die Straße „Am Mittelpfad“ neu gestaltet. Die Sanierung der Grundschulen wurde 2019 weiter voran getrieben. In Böhl wird ein Erweiterungsbau errichtet. Die Turnhalle in Iggelheim wird generalsaniert und muss von Ostern bis Ende des Jahres geschlossen bleiben. Das Investitionsvolumen der Grundschulsanierungen beläuft sich auf 3,9 Millionen Euro. Auch die Rehbachbrücke in der Forststraße und die Steinbachbrücke am Naturfreundehaus in Böhl bedürfen einer dringenden Sanierung. Erneuerungs- und Ertüchtigungsarbeiten sind auch in der Kläranlage unumgänglich. Die Beiträge zur Oberflächenentwässerung und die Abwasserkosten werden 2020 steigen. Instandsetzungsarbeiten der Waldwege sind dringend geboten und werden in Angriff genommen. Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr muss erweitert werden. In diesem Jahr wird ein Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft. Eine neuer Leiterwagen ist geplant. Das seit Jahren durch die Bürgerschaft kontrovers diskutierte, geisternde Phantom „Westumgehung“ wurde einen Schritt nach vorne bewegt. Mit der Planfeststellung ist in Kürze zu rechnen. Das Projekt „Einzelhandelsmarkt an der Lessingstraße“ konnte aus Sicht der Verwaltung abgeschlossen werden. Die Pfalzwerke haben zwei Elektroladestationen am Bahnhof uns am Parkplatz in der Langasse errichtet. Stolz erwähnte Peter Christ die sportlichen Erfolge in 2019. Lena und Lisa Bringsken konnten den Weltmeistertitel im Kunstradfahren erringen. „Dreimal Vizeweltmeister, zweimal Weltmeister – sie sind die besten Kunstradfahrerinnen der Welt“ lautete das Fazit des Bürgermeisters. Auch Tim Weber wurde nicht vergessen. Der junge Mann konnte schon zum zweiten Mal seinen Europameistertitel verteidigen. Die finanzielle Situation der Gemeinde bezeichnete der Bürgermeister als sehr gut und solide. Trotz der zahlreichen, kostenintensiven Projekte von insgesamt 2,2 Millionen Euro musste 2019 kein Darlehen aufgenommen werden. Auch die laufenden Ausgaben konnte ohne Kredite bewältigt werden. Der aktuelle Schuldenstand beträgt 2,15 Millionen Euro. Dagegen steht ein Kassenistbestand von 1,4 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung pro Einwohner liegt unter 200 Euro – einmalig im Kreis und Land. Ob der spontane Ausruf eines Bürgers aus den Reihen der Karnevalisten „die bezahle ich nachher sofort“ auch in die Tat umgesetzt wurde ist nicht bekannt. Wie jedes Jahr wurde den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ein buntes, unterhaltsames Rahmenprogramm geboten. Besinnliche Glück- und Segenswünsche für 2020 überbrachte Claus Lang, als Schornsteinfeger der personifizierte Glücksbringer. Als Vertreter der Kirchen brachte der evangelische Pfarrer, Dr. Boris Wagner-Peterson, Glück- und Segenswünsche. Bürgermeister Alain Bosaus Wahagnies wünschte nach seinen Begrüßungsworten, deren deutsche Übersetzung auf eine Leinwand projiziert wurde, ein friedliches Böhl-Iggelheim, ein friedliches Wahagnies und ein friedliches Europa. Der Musikverein Iggelheim aus Böhl, unter der Stabführung von Jens Böhler umrahmte in gekonnt gewohnter Weise mit schmissigen und konzertanten Weisen, den einzelnen Programmpunkten des Neujahrsempfang angemessen, den Nachmittag, durch den Hans Simon routiniert und amüsant führte. Der gemischte Chor der Sängervereinigung Iggelheim hatte einen bunten Strauß von Liedern mitgebracht. Die Juniorengarde der Böhler Hängsching, sowie die Rehbachnixen der Igg´lemer Bessem tanzten sich in die Herzen des applausfreudigen Publikums. Eine weitere Würze und Höhepunkt der Veranstaltung waren, wie schon seit Jahren, die Auftritte der beiden Karnevalvereine im Ort. Sie konnten ihren Auftritt gar nicht erwarten und waren schon zu Beginn des Neujahrsempfang ohne ihren Narhallamarsch in den Saal „gestürmt“. Gut, das vom Musikverein gespielte Stück hieß „Bahn frei“ und wurde von den Karnevalisten wohl als Aufforderung gedeutet. Die „Böhler Hängsching“ machten mit ihrer Präsidentin, Annette Melzer, so wie Prinzessin Saskia I. ihre Aufwartung. Die „Igglemer Bessem“ führte Präsident Kurt Hauck, den alle Welt nur Kutte nennt, er wird mir es diesmal verzeihen, mit ihrer Lieblichkeit, Kelly I. an. Wie in den vergangenen Jahren auch, wurde dem Bürgermeister durch die Karnevalisten besondere Überraschungen zu teil. Nachdem Peter Christ Rathausschlüssel und Gemeindekasse, die mit Moos, Kohle und Kies prall gefüllt war, an die Böhler Hängsching übergeben hatte, wurde es turbulent. Die Bessem kleideten den Rathauschef in einen alten rot-gestreiften Badeanzug und hatten zur Entspannung eine mit Bällchen gefüllte Bademöglichkeit mitgebracht, in die sich der so Bekleidete sofort legen musste. Der Verkleidung nicht genug. Die Hängsching erinnerten an den Australienurlaub des Bürgermeisters und hatten ein Kostüm des Australischen Wappentiers mitgebracht. Beide Vereine betonten, dass Peter Christ zu den jeweiligen Prunksitzungen in den überreichten Kostüm erscheinen müsse. „In den einem Kostüm werde ich erfrieren und in dem anderen mich zu Tode schwitzen – das Ende ist also immer das Gleiche“ war das schlagfertige und amüsante Resümee des mit Humor und Schlagfertigkeit ausgestatteten Bürgermeisters, welcher jedes Jahr die Ideen der Karnevalisten, sehr zur Freude der Besucher, klaglos über sich ergehen lässt. Zum Abschluss wurden den Besuchern Sekt, Brezeln und Neujahrsweck geboten, dankbar angenommen, gereicht von den netten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung. Bilder: fg


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